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Die erste Liebe – Wihelm Busch

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1. Da drauĂźen vor dem Tore,
Da steht ein Lindenbaum,
Wo ich so süß geträumet
Der ersten Liebe Traum.

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Was ich brauche

Für meinen Schatz René

© Cornelia Diedrichs

Herausforderung

Auf dem Tisch ein Blatt Papier
– rĂĽckt mir mit seiner Leere auf den Leib –
Dies blanke WeiĂź verlangt von mir,
dass ich mit Worten es beschreib´.

Es gafft mich an, es fordert mich:
"Komm` her, schreib´s auf, sag Ihr die Wahrheit!"
Meine Gedanken -fĂĽrchterlich-
sind jedoch wirr und ohne Klarheit.

Wie soll ich Ihr die Wahrheit sagen,
und alles das, was in mir wĂĽhlt?
Kann denn ein Wort GefĂĽhle tragen,
und gut beschreiben, was man fĂĽhlt?

Auf dem Tisch ein weiĂźes Blatt.
Es klagt mich an; es droht mir still.
Weil es – noch immer wortlos glatt-
von blauer Tinte glänzen will.

Kein Wort scheint gut genug zu sein,
Dir die GefĂĽhle zu beschreiben;
die in mir toben, hĂĽpfen, schrein,
und Unfug mit mir treiben.

Doch plötzlich weiß ich es genau,
ich schreib´ es nieder, freue mich.
Und wenn ich auf mein Blatt nun schau´:
dann steht dort schlicht: "Ich liebe Dich!"

Ein volles Blatt liegt nun vor Dir,
da Du ja der Empfänger bist.
Dieses Blatt, es zeigt mir,
wie einfach doch die Wahrheit ist.

© Rick Valentine

Horizont

Endlich wieder frei
sehe ich
zum esrten Mal seit langer Zeit
den Horizont
und frage mich:
"Wo beginnt die Unendlichkeit?"

© Rick Valentine

Eine Rose

Wie eine Rosenstaude seh´ ich Dich,
die sich in den Himmel rankt;
die im Sommer königlich
im leichten Winde sachte schwankt.

Ob Du der Sonne Deine BlĂĽten zeigst,
am Himmel keine Wolken ziehn;
oder ob Du Dich im Sturme neigst:
Du bleibst immer wunderschön!

Ist Deine Stimmung Regenwetter,
so fallen kleine, zarte Tropfen
– benetzen Deine BlĂĽtenblätter –
mit leisem, sehnsuchtsvollem Klopfen.

Und wenn der dunkle Abend naht
– in des Mondes dĂĽstrem Schein –
wirkst Du zerbrechlich und so zart,
drum klappst Du Deine Blätter ein.

"Welch traurig´ Schönheit!", wie man meint,
wenn sich Deine BlĂĽten schlieĂźen;
doch wenn am nächsten Tag die Sonne scheint,
dann werden neue Triebe sprieĂźen.

Wie gerne wĂĽrde ich mich bĂĽcken,
in Deinem Glanz, im Sonnenlicht,
und nur eine Knospe pflĂĽcken.
Doch, bei Gott, ich darf es nicht!

So seh‘ ich Dich an diesem Tage,
zieh´ neben Dir des Weges hin.
Ein Bild, das ich im Herzen trage,
wenn ich schon lang vorĂĽber bin.

© Rick Valentine

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