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Tanzen

Ich möchte einmal mit Dir tanzen,
mich im Winde mit Dir drehn;
ich möcht´ in Deine Augen schauen,
und Dein hübsches Lächeln sehn.

Ich möchte einmal mit Dir tanzen,
und streicheln Dein Gesicht;
möchte Deine Stimme hören,
die liebe Worte zu mir spricht.

Ich möchte einmal mit Dir tanzen,
zu einer wunderschönen Zeit;
will Dich küssen, mit Dir lachen,
voll Freude, voller Heiterkeit.

Ich möchte einmal mit Dir tanzen,
– in unsren Augen diesen Glanz –
Nur Liebende beherrschen
diesen Zaubertanz!

Ich möchte einmal mit Dir tanzen,
will, dass es mit uns geschieht.
Komm´ zu mir, ich möchte tanzen,
zu unsrem eignen Liebeslied.

© Rick Valentine

Für Dich

Wäre ich der Wind,
so würde ich Dich
– sanft, ganz sanft –
weit mir mir forttragen.

Wäre ich das Feuer,
so würde ich Dich
– prasselnd und knisternd –
für mich erwärmen.

Wäre ich die Erde,
so würde ich Dich
– farbenfroh und prächtig –
mit meinen Blumen erfreuen.

Wäre ich das Wasser,
so würde ich Dich
– zart und fließend –
mit Zuneigung umspülen.

Wäre ich die Dunkelheit,
so würde ich Dich
– weich und zärtlich –
in meinen warmen Mantel hüllen.

Wäre ich das Licht,
so würde ich Dich
– hell und heiter –
mit meiner Liebe bescheinen.

Doch "ich" bin einfach "ich"
also werde ich Dich
– mit all´ meiner Natur –
lieb haben.

© Rick Valentine

Ereignisse

Wir grillen Eiswürfel
auf Kohlen aus den Strahlen,
des Lichts weinender Teufel,
die klein in der Ferne
ihr Feuer erblicken.

Wir schmelzen Steine
mit Funken aus der Glut
eines Scheiterhaufens,
der zu unseren Ehren
errichtet wird.

Wir bemalen Gräser
mit Farben des Regenbogens,
der an einem Mittwoch
über irgendeiner Stadt
verblassen wird.

Wir klettern auf Bücher,
geschrieben von Genies,
zur Unterhaltung
überheblicher Dummköpfe,
die nicht lesen können.

Wir sehen Musik
auf der Bühne der Augen
eines paranoiden Kindes,
dessen einzige Freude
das Weinen ist.

Wir halten uns
in unseren verbrannten Armen
und warten auf den Moment,
da wir voll Freude und Liebe
verstehen werden…

© Rick Valentine

Adieu

Du verlässt mich nun,
packst Deine Sachen.
Schuhe, Blusen, Hosen, Röcke:
Fein gefaltet in den Koffer.
Zahnbürste und Kosmetika
Ordentlich in die Kulturtasche.
Deine Bücher
-nach Sachgebieten geordnet-
in kleine Kartons gestapelt.
Wäsche, Strümpfe, frisch gewaschen,
noch schnell gebügelt
-zuoberst auf die Reisetasche.
Mein Gefühl
-verbraucht und zerknüllt-
irgendwo in Deiner Manteltasche.
In perfektem Französisch sagst Du
„Adieu!“

© Rick Valentine

Bilanz

Gekuschelt, geküsst, gestreichelt, bedacht,
geliebkost, verhätschelt und manchmal verkracht.
Beleidigt, verachtet, verstoßen, verhöhnt,
gelächelt, gegrinst, entschuldigt, versöhnt.

An Lippen geknabbert, in Gesichter geschrien,
geliebt und gehasst, verstanden, verzieh´n.
In Löchern vergraben, auf Wolken geschwebt,
vor Sehnsucht gestorben, die Liebe gelebt.

In Wollust gebadet und Küsse getrunken,
von Worten umgarnt, in Gedanken versunken.
Versprechen gegeben, und Schwüre gehört,
klar denkend, beschwingt, verängstigt, gestört.

Geteilt, genommen, gegeben, getauscht,
betrunken, erwacht, ernüchtert, berauscht.
Das Neue, das Alte, das Alte erneut,
gejubelt, geheult, getrauert, erfreut..

Versprechen gegeben, Schwüre beteuert,
Schwüre gebrochen, Versprechen erneuert.
Im Gehörgang verklammert, in Augen geschwommen,
Hände gereicht, kleine Finger genommen.

In Körper gerissen, und Leiber verrenkt,
Gefühle empfangen und Liebe verschenkt.
Verkühlt, fast erfroren, gewärmt und erhitzt,
auf Laken gewälzt, kleine Perlen geschwitzt.

Beschissen, verarscht, gelinkt und betrogen,
verheimlicht, ertappt, doch niemals belogen.
Das Solide erleben, die Sünde begeh´n,
ich kann mir nicht helfen: es war irgendwie schön.

© Rick Valentine

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