Tag-Archive for » beziehung «

Unendliche Liebe – manchmal nur eine Täuschung

Manchmal denkt man, es ist eine unendliche Liebe doch man sitzt nur einer Täuschung auf. Manchmal ist es nur unendlich aber nicht Liebe was ein Paar füreinander empfindet.

Damit meine ich speziell die dauernden On/Off Beziehungen. Es gibt Paare, die augenscheinlich nicht mit und nicht ohne einander können. Ihre “Liebe” basiert weniger auf Vertrauen und Zuneigung sondern stattdessen eher auf Ängsten und Bequemlichkeit.

498027_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.de Ängsten? Was für Ängste? Da wären

  • Verlustangst
    Ich will ihn nicht verlieren, wir sind doch so lange schon ein Paar.
  • Finanzielle Angst
    Himmel, ohne ihn/sie kann ich mir weniger leisten. Ein Gehalt fehlt. Die große Wohnung, die Reisen

  • Angst vor dem Allein sein
  • Angst vor der Meinung Anderer
    Was die Anderen wohl zu unserer Trennung sagen, wie werden sie mich ansehen

Bequemlichkeit ist auch ein großer Faktor. Man muss sich nix Neues suchen. Das Übel was man kennt ist besser als das Übel was man nicht kennt. Und auf die körperlichen Vorzüge möchte man ebenfalls nicht verzichten.

503012_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.deDiese Beziehungen bestehen komplett nur aus Zank und Streit und Versöhnung. 1 Tag Sonne und 5 Tage Regenwetter.

Hier fehlt eindeutig die Liebe und doch würden beide Partner beteuern, sie lieben einander.

Solche Beziehungen haben keine Chance auf Glück. Sie können unendlich laufen aber jeder, der sich auch nur ein wenig selbst gern hat, sollte aus diesem On-Off-Teufelskreis und dieser lieblosen Lebensart aussteigen.

Jeder Mensch hat etwas Besseres als sowas verdient.

Wer an sowas festhält, wird nie die wahre unendliche Liebe finden.

Zu Zweit – das Zusammenziehen

Am 29.06.2002 sind wir beide ja zusammengezogen und darüber möchte ich mal ein wenig berichten.

Vor dem Umzug war es schon recht stressig für mich, weil ich grade meine Abschlussprüfung hatte. Wenn ich nicht grade dafür gelernt habe, habe ich Kisten gepackt. Um genau zu sein wurden es knapp 70 Kisten. Ich muss dazu sagen, dass es recht kleine Kisten waren. ;).

Immer die Zweifel, ob ich die Prüfung bestehe und der Umzug wirklich real werden würde. Es war eine grausame Zeit des Bangen und Hoffens.

Gott sei Danke hab ich die Prüfung bestanden und nur 2 Wochen später war es soweit. RenĂ© kam mit dem LKW und wir luden mit Hilfe meiner Freunde alle Kisten ein. Danke an dieser Stelle nochmal an Anita, Frank, Christian, Marco und Tobi. Ohne Euch hätten RenĂ© und ich das an dem Tag nie geschafft. Ich weiß, dass Ihr schon seit Jahren gebangt habt, dass ich mal ausziehe und ich Euch um Hilfe bitten würde. Ich dank Euch besonders, dass Euch die 4te Etage und die Hexentreppe nicht abgeschreckt haben. Auch meinem kleinen Bruder muss ich danken, den er hatte die Hälfte der Kisten schon in den Keller getragen in der Zeit vor dem Umzug.

Und noch am selben Tag fuhren wir mit dem LKW und meinem Autochen zu meinem Schatz. Total k.o. kamen wir endlich an und warfen und fast nur noch ins Bettchen. Der Tag hatte uns echt geschafft. Am nächsten Tag ging es ans Ausladen. An dieser Stelle besten Dank an Peter, welcher uns als einziger zur Seite stand.

Was war es doch für ein Chaos.

Aber recht schnell hatten wir alles sortiert und aufgebaut und es wurde richtig wohnlich.

Ich hatte mir vorgenommen, dass alles schön sein soll, bis mein Schatz Geburtstag hat und das haben wir auch geschafft.

Nun ist es für RenĂ© und mich das erste Mal, dass wir mit jemanden zusammen wohnen. Aber ich muss sagen, ich hätte es mir schlimmer vorgestellt.

Mir spukten im Kopf Bilder von nicht zugedrehten Zahnpastatuben rum und Zankereien wegen lauter Kleinigkeiten und so weiter, dass man sich eben nur gegenseitig annervt.

Doch nichts davon ist eingetreten bisher und ich glaube auch nicht dass es noch kommen wird.

Klar haben wir auch mal Streit, aber ob man das wirklich als Streit bezeichnen kann? Ich denke nicht, das waren bisher eher kleine Meinungsverschiedenheiten, welche schnell wieder aus der Welt waren. Dinge eben, bei denen man noch nicht weiß, wie man den Partner zu verstehen hat und wie er manche Aussage meint und daher sich ein wenig falsch versteht gegenseitig. Also nichts weltbewegendes.

Ich hab mittlerweile sogar ein wenig gelernt wie man kocht, davor hatte ich ja am meisten Bammel. Aber RenĂ© meint, es schmeckt ihm. Also mach ich mir keine Sorgen mehr. 🙂 Geht Liebe nun durch den Magen oder der Magen durch die Liebe? Ach ich weiß auch nicht *gg*

René und ich verstehen uns einfach nur super gut. Und auch wenn wir zu dem Zeitpunkt des Zusammenzuges finanziell nicht so gut dagestanden haben, bereuen wir es doch beide nicht, dass wir den Schritt zusammen gegangen sind.

Es ist einfach wunderbar jeden Morgen zusammen aufzuwachen und abends im Arm des Anderen einzuschlafen.

Ich möchte nie mehr ohne RenĂ© leben müssen.

Nach Oben

Verlobung

Die Liebe wird amtlich. Er hat mich gefragt und ich habe Ja gesagt.

Er kam von der Arbeit, schlich zu meinen Eltern und deponierte dort einen  Blumenstrauß. Er bat meinen Vater um die Hand seiner Tochter. Mein Vater war einverstanden. Meine Mutter ebenfalls. Ich war noch ahnungslos.

RenĂ© kam nach unten und lockte mich nach oben. Ich setzte mich bei meinen Eltern in die Stube aufs Sofa zu meinem Bruder uns seiner Freundin. Ich dachte wir würden ein wenig zusammen sitzen und quasseln. Mein Vater stand in der Tür vom Esszimmer. RenĂ© stand im Flur. Meine Mutter stand in der Tür vom Büro. Mein Schatz war kurz im Bad und kam wieder. Er kam auf mich zu und kniete sich mit dem Blumenstrauß vor mich. Er fragte mich und ich nickte und sagte ja. Mein Vater hatte in dem Moment wo RenĂ© auf die Knie ging die Videokamera rausgezogen und filmte alles. Er hatte sie im Esszimmer vorher deponiert.

Mein Bruder filmte wie mein Vater und meine Mutter sowohl RenĂ© und mich jeweils umarmten und uns beglückwünschten. Alle waren gerührt.

Es war die letzte Videoaufnahme von meinem Vater bevor er starb. Er sagte auf dem Video noch: "Man weiß nie was im Leben noch passiert." – wie recht er hatte. Ich bin glücklich darüber dass mein Vater uns noch seinen Segen gab und wusste dass wir heiraten werden. Er wollte die Musik auf der Feier machen. Er hätte mich gern zum Altar geführt. Er hätte mich unheimlich gern im Hochzeitskleid gesehen. Er wird in Gedanken dennoch bei uns sein.

Nach Oben

Wieder zusammen gefunden

Ganz langsam war alles wieder da. Die Freundschaft und Zuneigung nie wirklich verloren. Einfach wieder zusammen. Wie selbstverständlich fügte es sich nach langer Zeit wieder. Entstanden durch einen unbedachten Spruch.

RenĂ© kam abends heim von der Arbeit. Ich kochte mir gerade Abendessen und stand in der Küche am Herd. Ich begrüßte ihn und wir alberten wie immer verbal miteinander. Ich habe ihm irgendwas aus Spaß vorgehalten – nur aus Jux. Ich weiß nicht mal mehr was. Da sagte er: Das wirst Du mir wohl ewig vorhalten.“ Ich konterte mit: „Klar, wenn ich die Chance dazu habe.“ Und er quittierte das mit einem „Die Chance hast Du.“

Ich war baff. Sprachlos. Was war mit den unterschiedlichen Lebenswünschen? Ich will Kinder, er wollte doch keine. Er würde immer ein Leben mit mir und einem Kind einem Leben ohne mich vorziehen. Verwunderung bei mir. Wie kam der Wandel? Wir wissen es nicht. Ich habe nie aufgehört ihn zu lieben. Die Trennung – waren es nur kalte Füße? Mussten wir erst reifen?  Mir riß diese Eröffnung den Boden unter den Füßen weg.

Reden – lange – miteinander. Annäherung. Zusammenfindung. Es war alles noch da, wieder da, wird es immer sein?

Diese Liebe ist wohl doch unendlich.

Nach Oben

Trennung

Im Mai 2004 hat sich RenĂ© von mir getrennt. Von einen Tag auf den anderen. Einfach so. Er sagte, er liebe mich nicht mehr und es läge nur an ihm und er wolle einfach keine Beziehung mehr. Ich war wie vor den Kopf gestoßen, vor allem da er mir einen Tag vorher noch erklärte, er wüsste nicht was er ohne mich machen solle.

Die nächste Zeit war sehr schwierig. Ich wollte ihn nicht aufgeben, denn seine Augen widersprachen seinem Mund. Ich weiß nicht, wie ich das erklären soll. Ich spürte, dass er mich noch liebt. Viele sagten: Ach Du verrennst Dich. , aber ich wusste dass ich nicht falsch lag.

Er wollte eigentlich sofort ausziehen aber er wollte mich auch nicht einfach so mit der Wohnung hängen lassen. Das fand ich sehr anständig.

Ich habe mir unendlich oft die Augen ausgeweint in der Zeit und dann versuchte er sogar mich zu trösten. Sicher war er der Falsche dafür aber dennoch hat es mir geholfen.

Er schrieb dann unendlich viele Bewerbungen überall hin in Deutschland. Er sagte dass es ihm egal wäre wo er arbeitet Hauptsache er arbeitet. Eigentlich eine noble und richtige Einstellung in der heutigen Zeit.

Nach ca. 2 – 3 Monaten kam langsam wieder Ruhe in unsere Wohnung. Ich heulte nicht mehr und verlangte auch nicht mehr nach einer Erklärung. Wir lebten einfach nur noch nebeneinander wie gute Freunde.

Genau zu dieser Zeit passierten dann die Vorfälle in dem Haus wo wir wohnten. Ein Psychopath terrorisierte das ganze Haus. In der ersten Etage wurde 5 mal eingebrochen. Mehrmals waren alle Haustüren mit Sekundenkleber verklebt und an der Hauswand stand: Ich bring Euch alle um. Es gab noch viel mehr Vorfälle, aber die alle aufzuzählen würde zu lange dauern. Es war eigentlich eine gute Gegend wo wir zu der Zeit wohnten, aber gegen Spinner kann man nichts machen. Nachdem wir dann auch Opfer eines Sekundenkleberanschlages waren, beschloss ich mir eine eigene Mietwohnung suchen werde. RenĂ© verstand das nur zu gut. Eine Wohnung im Haus wo meine Eltern wohnen war frei und ich schlug zu.

Eigentlich wäre RenĂ© wohl in seine Heimat
zurück gegangen, aber wie es das Schicksal so wollte, bekam er genau im selben Monat wo wir schon Kisten packten einen Job in Neustadt nähe Hannover. Da stand er nun mit seinem Patent. Ich konnte ihn nicht einfach hängen lassen und es wurde beschlossen, dass wir zusammen in die neue Wohnung ziehen.

Sicherlich ist das kurios und die Wenigsten werden so was verstehen, aber ich bin froh, dass ich meinen besten Freund und Vertrauten nicht verloren habe.

Nach Oben

Pages: Prev 1 2 3 Next