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Unsere kirchliche Trauung

Am 19. September 2009 gleich morgens früh ging ich erneut zum Friseur. Bella wartete schon auf mich und wollte natürlich alles vom Vortag wissen. Danach ging es ab nach Hause. Ich zog mich mit Hilfe meines Mannes zumindest soweit an, dass nur noch das Kleid an sich fehlte. Er kannte selbiges ja nicht und durfte es erst in der Kirche sehen. So wartete ich dann bis meine Ma um kurz nach 12 Uhr endlich selbst fertig war und mir beim Anziehen helfen konnte. Danach blieb ich mit Renés Schwester daheim zurück. Um Viertel vor eins gingen wir hinunter und warteten auf die Kutsche. Die nicht kam. Mhhh Andrea lief vor und schaute ob sie um die Ecke stünde. Da lief schon Brigitte zu uns und berichtete, dass eine Kundin ihr soeben erzählt hätte, dass eine Kutsche eine Querstraße weiter stehe und warten würde. So flitzte Andrea zur Kutsche und lotste selbige zu mir. Ich wartete derweil mit der Verkäuferin vom Süssigkeitenwaren sowie dem Besitzer vom Brillenladen auf selbige. So stand ich als Braut nicht so allein da rum.

 

Mit der Kutsche fuhren Andrea und ich dann zur Kirche wo mein Onkel und die Pastorin sowie mein Blumenmädchen schon auf uns warteten. Als ich ausgestiegen war hätte mich die offene Tür der Kutsche fast noch weggerissen weil die Pferde durchgehen wollten…. Hatte aber noch mal Glück.

Mein Onkel reichte mir den Brautstrauß, der mir sofort sehr gut gefiel und danach schritten wir gesammelt in die Kirche. Zuerst unser Blumenmädchen Vanessa. Sie sah so süß aus und hat es echt toll gemacht. Dann die Pastorin und dann Herbi, welcher mich zum Altar führte. Dort legte er meine Hand in Renés, welcher vorne auf mich gewartet hatte. Es war sehr rührend und wirklich schön. René war von meinem Anblick überwältigt, das sah ich mehr als deutlich in seinen Augen. Als ich in die Kirche rein kam, fiel mein Blick als erstes auf Ina und ihre Ma. Ina und ich waren zusammen zur Schule gegangen, von der 1. bis zur 10. immer gemeinsam in einer Klasse. In den letzten Schuljahren haben sich unsere Freundeskreise auseinander entwickelt und doch hatten wir nie wirklich den Kontakt verloren. So freute ich mich besonders sie dort zu sehen. Auch Aga und Steffen hatten es geschafft zu kommen. Ich wusste, wenn ich sie nicht dort sehe, liegt sie im Krankenhaus und bekommt ihre Tochter. Ist aber noch nicht soweit gewesen.

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Die Pastorin hat uns wundervoll durch die Feierlichkeit geführt. Einzig der Orgelspieler verhaute 2 Lieder. Beim ersten hatte er 2 Strophen zu wenig gespielt, so dass die Pastorin ihn aufforderte den Rest zu spielen. Beim letzten Lies spielte er dann einfach mal eine Strophe zu viel. Na ja irgendwo muss es schließlich auch Pannen geben. Fand ich aber nicht so schlimm. Dann ging es zur eigentlichen Zeremonie. Wir hatten uns entschlossen selbige im Stehen durchzuführen. Die ganze Zeit betete ich dass ich die richtigen Worte sage. Ich hatte echt Panik statt “Ja mit Gottes Hilfe” die Worte “Ja um Gottes Willen” zu sagen. Und alle wussten das……. Aber ich machte es richtig und mein Onkel schüttelte daraufhin vorn seine Hand aus und machte Puh..

Die Lieder aus dem Gesangsbuch konnte ich allerdings insgesamt gar nicht mitsingen. Ich hatte keine Brille auf. Aber ok, ich singe sowie nicht in der Kirche. Ich kann halt nicht singen. Schon gar nicht wenn ich heiser bin. Und das war ich. Meine Erkältung war zwar zurück gegangen aber nicht komplett weg.

Danach folgte der Auszug aus der Kirche. Erneut streute Vanessa Rosenblätter und die Pastorin und wir gingen hinaus. Es war wirklich sehr schön. Die Apostelkirche ist aber auch eine wirklich tolle hohe und alte Kirche. Es hat mir sehr gut gefallen. Auch wurden dort schon meine Großeltern sowie meine Eltern getraut und nun eben auch wir. Auch wurde ich in der Kirche getauft und hatte dort meine Konfirmation. Und auch die Menschen, die dort arbeiten, sind mir nicht unbekannt sondern ein wenig mit meiner Kindheit verbunden.

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Draußen wurde dann viel umarmt und gratuliert. Wir machten ein paar Fotos und ich freute mich sehr. Auch die geschmückte Kutsche sah mit den zwei weißen Pferden einfach nur toll aus. Wir gingen dann an die Seite der Kirche und dort hin ein Plakat. “Mörderspiele” stand auf selbigen und so stellten René und ich uns davor und machten ein paar Spaßfotos auf denen wir uns gegenseitig würgten.

Wir stiegen dann samt unserem Blumenmädchen – ich sah sofort, wie gern sie mitfahren wollte – in die Kutsche ein und fuhren zur Gaststätte. Alle fuhren hinterher und hupten. Auf dem gesamten Weg hupte es überall und immer wieder riefen und wildfremde Menschen Glückwünsche zu. Es war einfach rundherum schön. Die Sonne strahlte, das Wetter war einfach ein Traum und wir fuhren in unserer Kutsche. Frisch vermählt und einfach nur glücklich. Mein Mann und ich fanden dann auch in der Kutsche ein bisschen die Gelegenheit über die Trauung zu sprechen und er sagte mir deutlich wie hübsch er mich in meinem Brautkleid fand. Die Kutschfahrt war einfach toll. Selbst mein Mann musste zugeben dass es doch richtig war dass ich auf selbige bestanden hatte. Es gefiel auch ihm und er war froh.

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Die Kutschfahrt war ein Traum. Wir fuhren ca. 30 Minuten und überall winkten und hupten die Menschen. Die Sonne strahlte mit uns um die Wette. Vanessa freute sich und guckte ebenso strahlend wie die Sonne.

Wir feierten in der Gaststätte Zur Eiche und fuhren dort auf den Parkplatz. Es standen 3 Stehtische dort bereit und kaum angekommen wurde auch schon Sekt gereicht. Wir sammelten uns mein Mann sprach ein paar Worte des Dankes. Danach hieß es erst einmal ein wenig akklimatisieren. Das Wetter war so traumhaft, dass wir auch viel draußen standen. Der Raum war wirklich schön gedeckt. Es standen sehr schöne Blumengestecke auf den Tischen. Als Tischform hatten wir ein U gewählt und auch unsere Sitzordnung schien gut gewählt, denn alle verstanden sich prima. Auf den Tischen waren 10 Kameras von uns verteilt so dass alle spontan Fotos machen konnten. Vor allem die Kids hatten viel Spaß dabei. Wir hatten einen Zettel mit einem Gedicht dabei so dass alle wussten, dass die Kameras wenn sie voll sind wieder hingestellt werden sollen. Es hat auch gut geklappt und wir haben alle 10 wieder zusammen bekommen.

Mein Cousin Stephan eröffnete dann in einem Adelskostüm aus dem 17 Jahrhundert das Kaffee trinken und übergab uns eine schwertähnliche Waffe mit welcher wir die Hochzeitstorte angeschnitten haben. Er sah richtig klasse darin aus. Die Torte war auch sehr lecker. Sie war dreistöckig und hatte von oben die Sorten: Beschwipster Schotte, Orangen-Sahne und Lübecker Nuss. Alle sehr lecker. Es blieb nur ein Ministück übrig. Leider hatte meine Ma die Tortenreste vom Vortag daheim vergessen aber meine Oma holte noch einen Apfelkuchen von daheim.  Sie wohnte gleich um die Ecke so dass es kein Problem war.

Nach dem Kaffee trinken verteilte mein Opa ein Märchenrätsel und mein Onkel, meine Tante, sowie meine Ma und wir verzogen uns zu meinen Großeltern in den Garten um ein paar schöne Fotos zu machen. Ich bin so gespannt wie die geworden sind.

Danach ging es zurück und wir verbrachten die Zeit bis zum Abendessen mit Gesprächen, raus und rein laufen, Fotos machen und einfach die Zeit genießen.

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Direkt neben unserem Raum war ein weiterer Saal in welchem an dem Abend eine Travestie-Show stattfand. Ich schlich mit sowohl bei der Probe als auch am Abend bei der Show immer mal wieder hinein. Peinlich darauf bedacht nicht hinten aufzufallen, wer weiß ob die mich sonst nicht auf die Bühne gezogen hätten. War einfach nur geil die Show. Ich weiß schon wie wir unseren ersten Hochzeitstag feiern werden. *gg*

Vor dem Abendessen öffneten wir dann unsere Geschenke. Wir bekamen wirklich tolle Dinge und ich möchte mich wirklich von ganzen Herzen dafür bedanken. Und vor allem weil vieles wirklich sehr einfallsreich eingepackt worden war. Man sollte niemals Luftballons an Kinder verteilen, es könnten darin Scheine liegen. *zwinker zu meinem Schatz* Und nun bleibe ich meinem Schatz gewiss auch immer treu wenn er mit Tobi und Stefan pokert, schließlich habe ich nun ein Spielzeug welches “mir viel Freude bringen soll”. O-Ton Stefan. *gg* Die Kleinen hatten uns super beim Auspacken von Toilettenpapierrollengeld geholfen. Dafür haben wir dann auf der Tanzfläche auch Geld für sie geworfen. Ich hatte mir extra in die Handtasche Kleingeld für die Kinder eingesteckt. Es kam bei den 3 Kleinen wirklich super an und den Rest des Abends liefen sie rum und zeigten jedem ihr Geld. Diese Idee hatte ich von der Hochzeit meines Onkel Robert stibitzt. Ich weiß noch wie toll ich das Geld fangen als Kind bei seiner Hochzeit fand und deshalb wollte ich das für die Kinder bei unserer Hochzeit auch machen.

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Der Norbi – unser DJ – kam gegen 17:30 Uhr und begann dann mit leiser Abendbeschallung. Kurz nach 18 Uhr wurde dann auch das Abendessen eröffnet. Das Essen war super lecker. Aber wirklich super lecker. Die zuständige Bedienung Sabrina fragte mich später wie uns das Essen gefallen hätte und es entstand folgender Dialog:

Sabrina: Sind Sie denn mit dem Essen zufrieden?
Ich: Nein überhaupt nicht. Das ist grausam!
Sabrina entsetzt guckend: Oh, wieso?
Ich: Na weil es grausam ist dass alles so verdammt gut schmeckt und mein Magen dafür viel zu klein ist. Da kann ich gar nicht so viel essen wie ich am liebsten möchte.
Sabrina lachend: Stimmt, das ist tatsächlich grausam.

Ich weiß, ich kann nicht aus meiner Haut. Ich nahm sie noch mehrfach auf den Arm. *gg*

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Nach dem Essen eröffneten wir nach einer kurzen Pause das Tanzen mit dem Eröffnungstanz. René und ich wählten das Lied “Das Beste” von Silbermond. Da René nicht tanzen kann und ich eh ständig über mein Kleid stolpern würde tanzten wir einfach nur Blues dazu. Ich zog danach meinen Opa auf die Tanzfläche und auch mein Bruder durfte sich mit mir mal auf der Tanzfläche bewegen. Am Ende landete ich wieder in den Armen meines Mannes. Später zog ich noch mal meine hohen Brautschuhe an. Kaum in der Gaststätte angekommen, hatte ich selbige nämlich gegen weiße Crocs getauscht. Sah eh keiner und meine Füße dankten es mir. Aber zum Tanzen mussten doch die hohen Brautschuhe herhalten.

Einige Zeit später rief mein Bruder uns auf die Tanzfläche. Wir mussten uns auf 2 Stühle Rücken an Rücken setzen und bekamen jeweils 2 Schilder in die Hand. Auf einem stand René und auf dem anderem Conny. Wir mussten Fragen beantworten mit Hilfe der Schilder. Von 18 Fragen hatten wir immerhin 13 mal dieselbe Antwort.

Später veranstalteten unsere Trauzeugen – unsere Geschwister Andrea und Andreas – noch eine Tombola deren Erlös in unsere Hochzeitskasse geflossen ist. Dabei haben doch einige etwas gewonnen. So zum Beispiel ein Kerzenlichtdinner welches sich als Dosensuppe mit Teelicht entpuppte oder auch ein Zahnpflegeset welches Kaugummi war.

Der Norbi spielte später noch die Reise nach Jerusalem wo dann ein Hochzeitskalender bei raus kam.

Irgendwann als die Travestie-Show eine Pause einlegte, ging ich zufällig nach draußen. Daraufhin begannen einige Frauen loszustürmen und auf mich zu. Eine Braut anfassen bringt Glück und gratulieren ohne Ende. Sie wollten wissen ob ich schon meinen Brautstrauß geworfen hätte, was ich noch nicht hatte. Ich hatte vorsichtshalber ein Wurfsträußchen dabei und so holte ich die wenigen unverheirateten Damen von unserer Feier nach draußen und machte das Brautstraußwerfen mit den weiblichen Besuchern der Travestie-Show. So hatten wir doch ein paar Frauen mehr. *gg* Gefangen hat ihn dann Flocke, die sich sehr drüber freute, was mich dann wieder freute.

Die Besucherinnen der Travestie-Show waren eh sehr nett. Nach der Show kamen sie noch kurz zu uns rüber um sich zu verabschieden und noch mal alles Gute zu wünschen. Draußen hatte auch meine Ma sich noch lange mit ihnen unterhalten. Vielleicht sieht man sich nächstes Jahr bei der Show wieder.

Gegen 23 Uhr zogen wir dann die Mitternachtssuppe vor und ließen auch das kalte Buffet noch mal auftragen. Wo sich auch wieder gut bedient wurde. Es schmeckte durchweg allen, ich hörte nichts gegenteiliges. Alle schienen die Feier zu genießen und die Stimmung war gut.

Gegen 2 Uhr nachts lösten wir dann langsam alles auf. Mein Bruder brachte erst mal seine Familie heim und meine Schwiegereltern nahmen dann auch schon mal unsere Geschenke mit. René, Flocke und ich blieben als harter Kern samt dem Essen zurück und kamen ein wenig zur Ruhe. Wir unterhielten uns noch und saßen noch bis halb 4 Uhr in der Gaststätte bis mein Bruder uns dann abholte. Daheim wurden dann die Reste verpackt und danach meine Frisur wieder auseinander genommen. Glücklich und todmüde fiel ich um halb 6 Uhr morgens ins Bettchen.

Wir danken allen die mit uns diesen Tag zusammen gefeiert haben und ihn für uns so unvergesslich und wundervoll werden ließen.

Weitere Fotos von unserer Hochzeit findet Ihr in meinem Fotoalbum.
Ordner Galerie –> Zeitspannen –> 2009 –> September –> Unsere Hochzeit

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Connys Gefühle

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Wie soll man Gefühle in Worte fassen?

Eigentlich reichen Worte nicht aus um meine Gefühle zu René zu beschreiben, aber ich werde es dennoch einmal versuchen. Vielleicht wird nicht jeder verstehen, wie ich manche Dinge hier versuche auszudrücken, aber manche können es vielleicht ein wenig nachfühlen.

Wenn es mir nicht so gut geht und ich auf dem Bett liege und einfach nur nachdenke oder grübel, kommt mein Schatz zu mir, legt sich neben mich und nimmt mich in den Arm. Wenn ich so bei ihm liege, vergesse ich alle Sorgen ach vergesse die ganze Welt um mich herum und fühle mich einfach nur geborgen und sicher, einfach wohl.

Wenn ich meines Erachtens irgendwas selbstverständliches tue wie abends die Kaffeemaschine für den nächsten Morgen fertig zu machen, dann freut sich René jedes Mal von neuem darüber und ich merke, dass es ehrliche Freude ist, welches mich dann noch mehr freut.

Wenn ich wegen irgendwas schlechte Laune habe, kommt René zu mir und redet mit mir drüber. Ich spüre sofort, wie es mir schlagartig dann besser geht. Ich bin René dann immer sehr dankbar, weil er mich so gut versteht.

Manchmal wenn René am PC spielt und mich gar nicht beachtet, beobachte ich ihn heimlich, einfach nur weil ich ihn so gerne anschaue.

Wenn er nicht bei mir ist, denke ich sehr oft an ihn. Er geht mir irgendwie nie aus dem Kopf. Und ich kann es dann kaum erwarten bis er wieder bei mir ist. Ich werde dann immer unruhiger je näher seine Rückkehr kommt. Selbst wenn er mal bis spät in die Nacht wegbleibt, warte ich auf ihn, damit ich ihm noch einen Gute-Nacht-Kuss geben kann. (außer ich muss den nächsten Morgen früh raus)

Manchmal rede ich mit René über irgendwelchen Unsinn und urplötzlich sagt er etwas so romantisches, dass ich heulen könnte vor Freude und Glück.

Oft passiert es, dass wir ein und das selbe sagen zur selben Zeit. Oder der eine spricht aus, was der andere dachte. Ich fühle mich mit ihm in solch einer Situation immer ganz nah und ich muss einfach nur lächeln.

Selbst wenn wir streiten und dann in Ruhe reden, fällt mir auf, dass er wirklich nachdenkt über das was ich ihm sage und egal wie sauer ich war, ich kann nur noch eines denken: Was hab ich doch für einen lieben Mann.

Wenn mir etwas am Herzen liegt und er eigentlich keine Zeit hat, nimmt er sie sich doch um mich zu erfreuen und schafft dieses auch jedes Mal. Ich könnt ihn dann immer knuddeln ohne Ende.

Wenn ich abends mal allein ins Bett gehe oder einen Mittagsschlaf halte, lege ich mich immer auf seine Seite des Bettes. Einfach um ihm näher zu sein.

Wenn er mir etwas erzählt, könnt ich ihm stundenlang einfach nur zuhören und ihn dabei anschauen.

Wenn René und ich uns unterhalten, dann möchte ich am Liebsten nie aufhören, weil es einfach immer wieder wunderschön ist. Wir können stundenlang reden, egal worüber, ohne dass uns langweilig wird.

Wenn wir zusammen albern, bin ich einfach nur glücklich und nichts außer uns beiden zählt dann auf der Welt.

Wenn ich mir versuche vorzustellen, wie es wäre ohne ihn zu leben, sehe ich immer nur Schwärze. Es kommen keine Bilder in meinen Kopf. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Es geht einfach nicht und wenn ich ehrlich bin, will ich es auch noch nicht mal können.

Manchmal wenn wir im Bett liegen und er schon eingeschlafen ist, lausche ich seinem Atem, und lasse meinen Gedanken freien Lauf. Immer überfällt mich dann ein Glücksgefühl, wie wunderbar doch alles ist.

Manchmal wenn er mich ansieht, schmelze ich einfach nur dahin. Mein Herz beginnt schneller zu schlagen und ich spüre wie mein Herz mal wieder überläuft.

Oder wenn er sich sanft zu mir beugt und wir in einen innigen Kuss verfallen, sterbe ich innerlich einen kleinen Tod vor Glück.

Wenn ich René in die Augen sehe, erblicke ich meine Zukunft, mein Leben.

Ich spüre einfach, dass ich ihn unendlich liebe und ich ihn nie verlieren möchte. Ich spüre aber auch, dass er mich unendlich liebt und das ist das Schönste für mich was es auf der Welt gibt.´

Geschrieben 2002

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Wie alles begann…

Kennen gelernt haben wir uns ca. im Mai 2001 im www.yahoo.de Chat.

Wir hatten so im Netz nicht viel zu tun miteinander. Er war für mich ein ganz normaler Chatter, wie jeder andere auch. Ich fand ihn nur nett und schrieb ihn immer nur an mit dem Satz: Mach Deine Cam an, ich will lachen. Wieso ich das tat? Ganz einfach. Er hat so ein „dämliches“ Grinsen, welches mich immer ansteckte mit guter Laune.

Zu der Zeit war ich noch verlobt mit jemanden und hatte nie Interesse daran mich mit irgendwem einzulassen im Netz. Daher waren René und ich einfach nur 2 ganz normale Chatter, welche sich nicht besonders füreinander interessierten.

Am 9.9.2001 brach dann meine kleine heile Welt zusammen. Mein Verlobter hatte mich verlassen und der Liebeskummer plagte mich. René fiel im Chat auf, dass ich kaum noch sprach, keine Witze mehr machte und mich regelrecht zurückzog. Er fragte mich, was mit mir los sein und ich schüttete ihm mein Herz aus. Von da an versuchte er immer mich aufzuheitern, was er sehr oft schaffte. 🙂

Irgendwann schlich sich das Flirten in unsere PN’s (privaten Nachrichten) ein. Auch wenn René behauptet, dass er nie mit mir geflirtet hätte. *gg* Seiner Ansicht nach war er nur nett. Da muss ich aber widersprechen, denn das war Flirten. 🙂 Die Beweise hab ich sogar auf meiner Festplatte gespeichert. *gg*

Mittlerweile chatteten wir jeden Abend miteinander und die Neugier wurde auf meiner Seite immer größer. Bisher hatte ich mich noch nie mit jemanden aus dem Netz getroffen. Aber als René mich fragte, ob wir uns mal treffen wollen, sagte ich ohne Nachzudenken JA. Erst viel später an dem Abend, fragte ich mich, was ich da eigentlich zugesagt hatte. Klar ich hatte ein wenig Angst, wer weiss schon, wie er real wäre und wie das Wochenende laufen würde. Was wenn wir uns nur annerven würden? Ich kannte ihn zwar von der Webcam und vom Telefon, aber ich hatte trotzdem Angst.

Am 2.11.2001 war es dann soweit. Er kam zu mir. Da sass ich nun in meinem kleinen Auto auf dem Parkdeck von Marktkauf und harrte dem Menschen, der kommen mochte. Ich wurde von Sekunde zu Sekunde nervöser. Und dann kam er angefahren. Ich wusste gar nicht recht, wie ich mich verhalten sollte. Doch durch Renés lockerer Art, verflog meine Nervosität recht schnell. Sie sollte aber auch abends wiederkommen. 😉

Wir fuhren dann erstmal zu mir und dort wurden wir auch prompt von meinem Bruder abgefangen, welcher natürlich nichts besseres zu tun hatte, als uns 2 Stunden zu belagern. *grummel* Aber nicht, das wir danach Ruhe gehabt hätten. Ne ne. Dann kam mein Patenkind vorbei und musste meinen Besuch natürlich begutachten. *gg* Aber irgendwann verschwand auch sie und wir konnten uns endlich näher kommen. Hey, ich mein damit unterhalten *fg* Wir sprachen bis mitten in die Nacht miteinander und was dann aus dem Gute-Nacht-Kuss wurde, wird hier nicht verraten. 😉

An dem Wochenende hatte ich mich schon ziemlich in ihn verguckt, aber er wollte gar keine Beziehung. Na ja, so musste ich mich halt damit abfinden. Und ich kann Euch sagen, das war gar nicht so leicht. Für mich ist es mehr als ungewöhnlich, dass ich mich so schnell vergucke, aber bei ihm war es irgendwie etwas ganz anderes.

Ich weiß nicht mehr so recht wie es dazu kam, aber wir beschlossen eine Popp-Beziehung zu führen. Tja ziemlich selbst zerstörerisch sowas, wenn man bedenkt, dass ich schon Gefühle für ihn hatte. Obwohl ich ja zugeben muss, dass ich auch noch Gefühle für meinen Ex hatte. Ziemlich verfahrene Situation war das.

Anfang Dezember besuchte ich René für eine Woche. Er war sich da schon seiner Gefühle zu mir nicht mehr sicher. Da fing ich an in der Luft zu hängen. Sollte ich mir doch Hoffnung machen oder nicht? Er kam einfach mit der Sprache nicht raus. Das, was er sagte verstand ich meistens nicht. Auf der einen Seite wollte er keine Beziehung, weil ich zu weit weg wohnte und er auch zu wenig Zeit für eine Freundin hätte durch sein Abendstudium. Aber er sagte auch immer wieder, dass er nichts für mich fühlen würde. Da fragte ich mich natürlich, wieso kuschelt er dann soviel mit mir und benimmt sich so liebevoll mir gegenüber und springt nicht nur einfach mit mir ins Bett? Wieso benimmt er sich fast so als wären wir zusammen?

Ich wusste nicht, was ich denken sollte. Und immer war im Hinterkopf der Gedanke, was wenn mein Ex zu mir zurückkommen würde? Ich war mir so unsicher wie noch nie im Leben. Ich wusste ich fühle noch für meinen Ex, ich wusste aber auch ich fühle für René. Ich versuchte so wenig wie möglich an das alles zu denken, doch es setzte mir ziemlich zu.

Aber am 19.12. kam René dann doch zu der Entscheidung, dass er eine Beziehung mit mir eingehen möchte und dass er sich in mich verliebt hätte.

Das war der glücklichste Tag meines Lebens. Ich freute mich riesig, ich hätte vor Glück heulen können. Und doch gab es in der ersten Zeit der Beziehung Zweifel bei mir. Wie ich vorhin schon erwähnte, spukte mein Ex mir noch im Kopf rum. Aber das ließ ziemlich schnell nach muss ich sagen. 🙂

Heute bin ich die glücklichste Frau auf der Welt.

Ich liebe Dich mein Schatz und nur Dich allein.

guard11_rene[4]   guard22_conny[4]

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