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Unsere standesamtliche Trauung

Am 18. September 2009 um 8 Uhr stand ich auf und frühstückte. Danach begab ich mich bis kurz nach 11 Uhr in die Hände von Bella. Bella ist die superliebe Dame, die beim Friseur gegenüber meine Haare und das Make-Up machte. Ab nach Hause Brautkleid an und .. ahhhh Lippenstift im Kleid. *grummel* Wasser, nen Lappen, Pril HILFE wo ist mein Fön. Ahhhh alles ok. Sehr schön nichts mehr von zu sehen.

Gesammelt ging es danach zum Standesamt. Dort angekommen fielen mir prompt 2 Perlen aus dem Haar. Schnell wieder rein gesteckt, passt. Dann ein paar Fotos hier, ein paar Umarmungen dort und ab hinein ins Standesamt. Oben angekommen erneut wieder Fotos. Immer wieder Fotos. So ist es wohl normal. Dann kam unser Standesbeamter und rief uns auf. Hinein ins Zimmer und schon seine Begrüßung an uns sowie die Gäste fiel sehr locker aus. Ich musste schon grinsen. Dieses Grinsen wollte mir auch nimmer aus dem Gesicht weichen. Zuerst begann er die Daten abzugleichen und ob wir noch eine Änderung anzumelden hätten. Dabei machte er seine kleinen Späßchen. Zuerst befragte er RenĂ© nach seinen Daten und kam dann zu mir. Sie sind Frau D? Ja. Und wo wohnen Sie? Ich zeigte auf RenĂ© und meinte nur, dass ich in seiner Wohnung wohne. Danach wurden die Daten meines Trauzeugen (mein Bruder) abgefragt und als der Standesbeamte sah, dass auch mein Bruder unter derselben Adresse wohnt, wollte er wissen ob überhaupt noch einer zuhause sei. Dann ging es zu unserer zweiten Trauzeugin Andrea. Mit selbiger hat er dann geflirtet. *gg* Immer wieder kam er auf sie. Wir mussten so grinsen……

IMG 1244Danach ging die eigentliche Trauung los. Er sagte auswendig ein Gedicht über Glück auf, welches so wunderbar zu uns passte. Es war richtig schön. Danach durfte wieder gefilmt werden und er bat dann die Filmer und Fotografen nach vorn. Mein Onkel stellte sich seitlich hin, woraufhin der Standesbeamte ihn erstmal näher ran zog, er sähe ja sonst nix. Dann wurden RenĂ© und ich gefragt. RenĂ© sagte kurz und knapp Ja. Ich schoss aber wieder den Bock ab. Der Standesbeamte sagte das selbe zu RenĂ© wie zu mir, machte vor dem letzten Teil aber eine so lange Pause, dass ich zu früh ja sagte und als er dann noch den Rest sagen wollte und abbrach wurde aus meinem Ja ein. Joaaaa. So in dem Ton “wenn’s sein muss”. Das war zwar keine Absicht, aber war doch schon lustig.

Dann gabs den Kuss. Gleich danach forderte er uns auf uns noch mal zu küssen, man brauche das ja mal länger auf Band. Vor dem Ringtausch nahm er die Ringe samt Tablett hoch und brachte sie zu meinem Onkel damit er erstmal in Nahaufnahme schön die Ringe fotografieren konnte. Zum Ringtausch gab er das Tablett meinem Bruder welcher es meinem Mann reichte damit dieser den Ring nahm und an meinen Finger stecken durfte. Dabei zog der Standesbeamte meinen Onkel wieder gaaanz nah hinter den Tisch und sagte: “Sonst wird das ja nix mit den Fotos. Machen Sie mal schöne Großaufnahmen. Schön ran.” Mein Onkel lachte und meinte, dass er das auch noch nicht erlebt hätte. Danach reichte der Standesbeamte das Tablett Andrea welche es mir hinhielt damit ich den Ring nehmen und an RenĂ©s Finger stecken konnte.

IMG 2934Am Ende hat der Standesbeamte Andrea noch mal auf die Schippe genommen. Mittendrin beim Reden hatte einer der Hunde genießt und da sagte er doch echt mitten im Reden “Gesundheit” zum Hund. Ich war echt so was von am schmunzeln. Ich dachte mir nur: “Das hätte meinem Dad so was von gefallen. Das passt auch zu uns wie die Faust aufs Auge.”

Wir waren alle begeistert von diesem Standesbeamten.

Nachdem dann alle uns umarmt hatten gingen wir vor die Tür und auch der Standesbeamte folgte. Er spielte dann kurz mit den Hunden. Wir verließen das Standesamt und unsere Trauzeugen hielten ein Betttuch hoch mit einem Herz drauf. Sah super aus. RenĂ© zerschnitt es schneller als ich obwohl ich die große Schere hatte. *grrr* Wir sind dann hindurch gestiegen. Als wir danach auf der Treppe Fotos machten stand bei einem der Gruppenbilder plötzlich der Standesbeamte hinten mit auf dem Foto. Er blieb auch noch ein paar Bilder lang stehen.

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Danach begab er sich die Stufen hinab und begann mit Andrea auch noch alleine Fotos zu machen und flirtete sie wieder an. Ich sah das und musste echt lachen und fragte wann die nächste Hochzeit sei. *gg* Danach – immer noch während RenĂ© und ich bei der Fotosession waren – begab er sich zum Drehorgelspieler und nahm ihm die Kurbel ab und spielte selbst die Drehorgel. Was ein genialer Standesbeamter.

Mein Bruder bestand darauf dass RenĂ© und ich als letzte heimfuhren. Wir sollten nicht nach Hause gehen bevor alle da seien. Na ja wir waren jedoch die ersten daheim obwohl wir als letztes los fuhren. So gingen wir bis zur Haustür tja und dann? Mein Onkel, meine Tante, RenĂ© und ich standen da und ich sagte knallhart: “Ich steh hier doch net rum, ich setz mich. Es ist so schönes Wetter, ich will jetzt ein Eis. 2 Kugeln für jeden los auf.” Also setzten wir uns hin und bestellten vor unserer Haustür Eis. Bestellt, gegessen und gleich bezahlt. Neben uns saß eine wildfremde Dame und beglückwünschte uns. Dem kleinen Sohn von Andrea spendierten wir dann auch ein Eis woraufhin er wieder richtig fröhlich war. Die anderen aus der Familie guckten nicht schlecht als sie endlich ankamen. Sie alle standen Spalier als wir dann endlich auf den Hof durften. Mein Bruder hatte einen Baumstamm aufgebaut und RenĂ© und ich mussten sägen. Klappte auch ganz gut

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In der Wohnung meiner Mutter gab es dann erstmal einen Sektempfang, danach wurden Geschenke überreicht – danke an dieser Stelle nochmals für alles – und wir aßen Kuchen.

Unsere Eltern und Andrea hatten wunderbar die Wohnung geschmückt. Das Herz über der Tür bekamen wir dann auch geschenkt. :)

Manche der Deko-Elemente hatte ich ja schon gekauft aber meine Ma hatte noch was dazu geholt. Ich fand es richtig super. Es war einfach rundum schön.

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Wir hatten darauf verzichtet die Etagere komplett aufzubauen, da wir morgen dann ja auch eine Torte haben. Die Hochzeitsfigur hatten wir so auch prompt vergessen. Mein Käsekuchen ist hier übrigens nicht zu sehen, es gab ihn aber auch. :)

IMG 1303Gegen 18 Uhr verabschiedeten sich dann alle bis morgen und um 19:30 Uhr kam dann der Lieferdienst wie bestellt. Er brachte das Essen für unsere Eltern, Geschwister, meine Oma und uns. Auch Felix haben wir spontan noch dazu eingeladen. :) Er ist ein netter Kerl und ich freute mich sehr, dass er spontan meiner Einladung vor wenigen Tagen gefolgt war.

Nach dem Essen saßen wir noch zusammen und haben gequasselt. Wir brachten Detlef auch ein paar Stücke Kuchen runter und ließen den Abend dann ausklingen.

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Unsere kirchliche Trauung

Am 19. September 2009 gleich morgens früh ging ich erneut zum Friseur. Bella wartete schon auf mich und wollte natürlich alles vom Vortag wissen. Danach ging es ab nach Hause. Ich zog mich mit Hilfe meines Mannes zumindest soweit an, dass nur noch das Kleid an sich fehlte. Er kannte selbiges ja nicht und durfte es erst in der Kirche sehen. So wartete ich dann bis meine Ma um kurz nach 12 Uhr endlich selbst fertig war und mir beim Anziehen helfen konnte. Danach blieb ich mit RenĂ©s Schwester daheim zurück. Um Viertel vor eins gingen wir hinunter und warteten auf die Kutsche. Die nicht kam. Mhhh Andrea lief vor und schaute ob sie um die Ecke stünde. Da lief schon Brigitte zu uns und berichtete, dass eine Kundin ihr soeben erzählt hätte, dass eine Kutsche eine Querstraße weiter stehe und warten würde. So flitzte Andrea zur Kutsche und lotste selbige zu mir. Ich wartete derweil mit der Verkäuferin vom Süssigkeitenwaren sowie dem Besitzer vom Brillenladen auf selbige. So stand ich als Braut nicht so allein da rum.

 

Mit der Kutsche fuhren Andrea und ich dann zur Kirche wo mein Onkel und die Pastorin sowie mein Blumenmädchen schon auf uns warteten. Als ich ausgestiegen war hätte mich die offene Tür der Kutsche fast noch weggerissen weil die Pferde durchgehen wollten…. Hatte aber noch mal Glück.

Mein Onkel reichte mir den Brautstrauß, der mir sofort sehr gut gefiel und danach schritten wir gesammelt in die Kirche. Zuerst unser Blumenmädchen Vanessa. Sie sah so süß aus und hat es echt toll gemacht. Dann die Pastorin und dann Herbi, welcher mich zum Altar führte. Dort legte er meine Hand in RenĂ©s, welcher vorne auf mich gewartet hatte. Es war sehr rührend und wirklich schön. RenĂ© war von meinem Anblick überwältigt, das sah ich mehr als deutlich in seinen Augen. Als ich in die Kirche rein kam, fiel mein Blick als erstes auf Ina und ihre Ma. Ina und ich waren zusammen zur Schule gegangen, von der 1. bis zur 10. immer gemeinsam in einer Klasse. In den letzten Schuljahren haben sich unsere Freundeskreise auseinander entwickelt und doch hatten wir nie wirklich den Kontakt verloren. So freute ich mich besonders sie dort zu sehen. Auch Aga und Steffen hatten es geschafft zu kommen. Ich wusste, wenn ich sie nicht dort sehe, liegt sie im Krankenhaus und bekommt ihre Tochter. Ist aber noch nicht soweit gewesen.

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Die Pastorin hat uns wundervoll durch die Feierlichkeit geführt. Einzig der Orgelspieler verhaute 2 Lieder. Beim ersten hatte er 2 Strophen zu wenig gespielt, so dass die Pastorin ihn aufforderte den Rest zu spielen. Beim letzten Lies spielte er dann einfach mal eine Strophe zu viel. Na ja irgendwo muss es schließlich auch Pannen geben. Fand ich aber nicht so schlimm. Dann ging es zur eigentlichen Zeremonie. Wir hatten uns entschlossen selbige im Stehen durchzuführen. Die ganze Zeit betete ich dass ich die richtigen Worte sage. Ich hatte echt Panik statt “Ja mit Gottes Hilfe” die Worte “Ja um Gottes Willen” zu sagen. Und alle wussten das……. Aber ich machte es richtig und mein Onkel schüttelte daraufhin vorn seine Hand aus und machte Puh..

Die Lieder aus dem Gesangsbuch konnte ich allerdings insgesamt gar nicht mitsingen. Ich hatte keine Brille auf. Aber ok, ich singe sowie nicht in der Kirche. Ich kann halt nicht singen. Schon gar nicht wenn ich heiser bin. Und das war ich. Meine Erkältung war zwar zurück gegangen aber nicht komplett weg.

Danach folgte der Auszug aus der Kirche. Erneut streute Vanessa Rosenblätter und die Pastorin und wir gingen hinaus. Es war wirklich sehr schön. Die Apostelkirche ist aber auch eine wirklich tolle hohe und alte Kirche. Es hat mir sehr gut gefallen. Auch wurden dort schon meine Großeltern sowie meine Eltern getraut und nun eben auch wir. Auch wurde ich in der Kirche getauft und hatte dort meine Konfirmation. Und auch die Menschen, die dort arbeiten, sind mir nicht unbekannt sondern ein wenig mit meiner Kindheit verbunden.

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Draußen wurde dann viel umarmt und gratuliert. Wir machten ein paar Fotos und ich freute mich sehr. Auch die geschmückte Kutsche sah mit den zwei weißen Pferden einfach nur toll aus. Wir gingen dann an die Seite der Kirche und dort hin ein Plakat. “Mörderspiele” stand auf selbigen und so stellten RenĂ© und ich uns davor und machten ein paar Spaßfotos auf denen wir uns gegenseitig würgten.

Wir stiegen dann samt unserem Blumenmädchen – ich sah sofort, wie gern sie mitfahren wollte – in die Kutsche ein und fuhren zur Gaststätte. Alle fuhren hinterher und hupten. Auf dem gesamten Weg hupte es überall und immer wieder riefen und wildfremde Menschen Glückwünsche zu. Es war einfach rundherum schön. Die Sonne strahlte, das Wetter war einfach ein Traum und wir fuhren in unserer Kutsche. Frisch vermählt und einfach nur glücklich. Mein Mann und ich fanden dann auch in der Kutsche ein bisschen die Gelegenheit über die Trauung zu sprechen und er sagte mir deutlich wie hübsch er mich in meinem Brautkleid fand. Die Kutschfahrt war einfach toll. Selbst mein Mann musste zugeben dass es doch richtig war dass ich auf selbige bestanden hatte. Es gefiel auch ihm und er war froh.

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Die Kutschfahrt war ein Traum. Wir fuhren ca. 30 Minuten und überall winkten und hupten die Menschen. Die Sonne strahlte mit uns um die Wette. Vanessa freute sich und guckte ebenso strahlend wie die Sonne.

Wir feierten in der Gaststätte Zur Eiche und fuhren dort auf den Parkplatz. Es standen 3 Stehtische dort bereit und kaum angekommen wurde auch schon Sekt gereicht. Wir sammelten uns mein Mann sprach ein paar Worte des Dankes. Danach hieß es erst einmal ein wenig akklimatisieren. Das Wetter war so traumhaft, dass wir auch viel draußen standen. Der Raum war wirklich schön gedeckt. Es standen sehr schöne Blumengestecke auf den Tischen. Als Tischform hatten wir ein U gewählt und auch unsere Sitzordnung schien gut gewählt, denn alle verstanden sich prima. Auf den Tischen waren 10 Kameras von uns verteilt so dass alle spontan Fotos machen konnten. Vor allem die Kids hatten viel Spaß dabei. Wir hatten einen Zettel mit einem Gedicht dabei so dass alle wussten, dass die Kameras wenn sie voll sind wieder hingestellt werden sollen. Es hat auch gut geklappt und wir haben alle 10 wieder zusammen bekommen.

Mein Cousin Stephan eröffnete dann in einem Adelskostüm aus dem 17 Jahrhundert das Kaffee trinken und übergab uns eine schwertähnliche Waffe mit welcher wir die Hochzeitstorte angeschnitten haben. Er sah richtig klasse darin aus. Die Torte war auch sehr lecker. Sie war dreistöckig und hatte von oben die Sorten: Beschwipster Schotte, Orangen-Sahne und Lübecker Nuss. Alle sehr lecker. Es blieb nur ein Ministück übrig. Leider hatte meine Ma die Tortenreste vom Vortag daheim vergessen aber meine Oma holte noch einen Apfelkuchen von daheim.  Sie wohnte gleich um die Ecke so dass es kein Problem war.

Nach dem Kaffee trinken verteilte mein Opa ein Märchenrätsel und mein Onkel, meine Tante, sowie meine Ma und wir verzogen uns zu meinen Großeltern in den Garten um ein paar schöne Fotos zu machen. Ich bin so gespannt wie die geworden sind.

Danach ging es zurück und wir verbrachten die Zeit bis zum Abendessen mit Gesprächen, raus und rein laufen, Fotos machen und einfach die Zeit genießen.

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Direkt neben unserem Raum war ein weiterer Saal in welchem an dem Abend eine Travestie-Show stattfand. Ich schlich mit sowohl bei der Probe als auch am Abend bei der Show immer mal wieder hinein. Peinlich darauf bedacht nicht hinten aufzufallen, wer weiß ob die mich sonst nicht auf die Bühne gezogen hätten. War einfach nur geil die Show. Ich weiß schon wie wir unseren ersten Hochzeitstag feiern werden. *gg*

Vor dem Abendessen öffneten wir dann unsere Geschenke. Wir bekamen wirklich tolle Dinge und ich möchte mich wirklich von ganzen Herzen dafür bedanken. Und vor allem weil vieles wirklich sehr einfallsreich eingepackt worden war. Man sollte niemals Luftballons an Kinder verteilen, es könnten darin Scheine liegen. *zwinker zu meinem Schatz* Und nun bleibe ich meinem Schatz gewiss auch immer treu wenn er mit Tobi und Stefan pokert, schließlich habe ich nun ein Spielzeug welches “mir viel Freude bringen soll”. O-Ton Stefan. *gg* Die Kleinen hatten uns super beim Auspacken von Toilettenpapierrollengeld geholfen. Dafür haben wir dann auf der Tanzfläche auch Geld für sie geworfen. Ich hatte mir extra in die Handtasche Kleingeld für die Kinder eingesteckt. Es kam bei den 3 Kleinen wirklich super an und den Rest des Abends liefen sie rum und zeigten jedem ihr Geld. Diese Idee hatte ich von der Hochzeit meines Onkel Robert stibitzt. Ich weiß noch wie toll ich das Geld fangen als Kind bei seiner Hochzeit fand und deshalb wollte ich das für die Kinder bei unserer Hochzeit auch machen.

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Der Norbi – unser DJ – kam gegen 17:30 Uhr und begann dann mit leiser Abendbeschallung. Kurz nach 18 Uhr wurde dann auch das Abendessen eröffnet. Das Essen war super lecker. Aber wirklich super lecker. Die zuständige Bedienung Sabrina fragte mich später wie uns das Essen gefallen hätte und es entstand folgender Dialog:

Sabrina: Sind Sie denn mit dem Essen zufrieden?
Ich: Nein überhaupt nicht. Das ist grausam!
Sabrina entsetzt guckend: Oh, wieso?
Ich: Na weil es grausam ist dass alles so verdammt gut schmeckt und mein Magen dafür viel zu klein ist. Da kann ich gar nicht so viel essen wie ich am liebsten möchte.
Sabrina lachend: Stimmt, das ist tatsächlich grausam.

Ich weiß, ich kann nicht aus meiner Haut. Ich nahm sie noch mehrfach auf den Arm. *gg*

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Nach dem Essen eröffneten wir nach einer kurzen Pause das Tanzen mit dem Eröffnungstanz. RenĂ© und ich wählten das Lied “Das Beste” von Silbermond. Da RenĂ© nicht tanzen kann und ich eh ständig über mein Kleid stolpern würde tanzten wir einfach nur Blues dazu. Ich zog danach meinen Opa auf die Tanzfläche und auch mein Bruder durfte sich mit mir mal auf der Tanzfläche bewegen. Am Ende landete ich wieder in den Armen meines Mannes. Später zog ich noch mal meine hohen Brautschuhe an. Kaum in der Gaststätte angekommen, hatte ich selbige nämlich gegen weiße Crocs getauscht. Sah eh keiner und meine Füße dankten es mir. Aber zum Tanzen mussten doch die hohen Brautschuhe herhalten.

Einige Zeit später rief mein Bruder uns auf die Tanzfläche. Wir mussten uns auf 2 Stühle Rücken an Rücken setzen und bekamen jeweils 2 Schilder in die Hand. Auf einem stand RenĂ© und auf dem anderem Conny. Wir mussten Fragen beantworten mit Hilfe der Schilder. Von 18 Fragen hatten wir immerhin 13 mal dieselbe Antwort.

Später veranstalteten unsere Trauzeugen – unsere Geschwister Andrea und Andreas – noch eine Tombola deren Erlös in unsere Hochzeitskasse geflossen ist. Dabei haben doch einige etwas gewonnen. So zum Beispiel ein Kerzenlichtdinner welches sich als Dosensuppe mit Teelicht entpuppte oder auch ein Zahnpflegeset welches Kaugummi war.

Der Norbi spielte später noch die Reise nach Jerusalem wo dann ein Hochzeitskalender bei raus kam.

Irgendwann als die Travestie-Show eine Pause einlegte, ging ich zufällig nach draußen. Daraufhin begannen einige Frauen loszustürmen und auf mich zu. Eine Braut anfassen bringt Glück und gratulieren ohne Ende. Sie wollten wissen ob ich schon meinen Brautstrauß geworfen hätte, was ich noch nicht hatte. Ich hatte vorsichtshalber ein Wurfsträußchen dabei und so holte ich die wenigen unverheirateten Damen von unserer Feier nach draußen und machte das Brautstraußwerfen mit den weiblichen Besuchern der Travestie-Show. So hatten wir doch ein paar Frauen mehr. *gg* Gefangen hat ihn dann Flocke, die sich sehr drüber freute, was mich dann wieder freute.

Die Besucherinnen der Travestie-Show waren eh sehr nett. Nach der Show kamen sie noch kurz zu uns rüber um sich zu verabschieden und noch mal alles Gute zu wünschen. Draußen hatte auch meine Ma sich noch lange mit ihnen unterhalten. Vielleicht sieht man sich nächstes Jahr bei der Show wieder.

Gegen 23 Uhr zogen wir dann die Mitternachtssuppe vor und ließen auch das kalte Buffet noch mal auftragen. Wo sich auch wieder gut bedient wurde. Es schmeckte durchweg allen, ich hörte nichts gegenteiliges. Alle schienen die Feier zu genießen und die Stimmung war gut.

Gegen 2 Uhr nachts lösten wir dann langsam alles auf. Mein Bruder brachte erst mal seine Familie heim und meine Schwiegereltern nahmen dann auch schon mal unsere Geschenke mit. RenĂ©, Flocke und ich blieben als harter Kern samt dem Essen zurück und kamen ein wenig zur Ruhe. Wir unterhielten uns noch und saßen noch bis halb 4 Uhr in der Gaststätte bis mein Bruder uns dann abholte. Daheim wurden dann die Reste verpackt und danach meine Frisur wieder auseinander genommen. Glücklich und todmüde fiel ich um halb 6 Uhr morgens ins Bettchen.

Wir danken allen die mit uns diesen Tag zusammen gefeiert haben und ihn für uns so unvergesslich und wundervoll werden ließen.

Weitere Fotos von unserer Hochzeit findet Ihr in meinem Fotoalbum.
Ordner Galerie –> Zeitspannen –> 2009 –> September –> Unsere Hochzeit

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Du bist alles für mich

Du sagst, die Sonne habe das hellste Strahlen.
Doch ich kann Dir nicht zustimmen.

Du sagst, die Blume habe die schönste Ausstrahlung.
Doch ich kann Dir nicht zustimmen.

Du sagst, die Berge seien das Kraftvollste auf der Welt.
Doch ich kann Dir nicht zustimmen.

Du sagst, Gedichte schreiben würde wie eine Traumerfüllung sein.
Doch ich kann Dir nicht zustimmen.

Du sagst, dass sich in Kissen zu kuscheln die größte Geborgenheit gibt.
Doch ich kann Dir nicht zustimmen.

Du fragst mich, wieso ich alles verneine.
Ich sage, schau in einen Spiegel und Du weißt, was für mich Alles ist.

© Cornelia Diedrichs

Der Mantel des Schweigens

Gefangen bin ich von dem Mantel des Schweigens
Wieso kann ich ihn nicht zerreißen?
Der Stoff ist aus festem Garn gewebt.
Er ist so dick, dass ich nicht einmal hindurchschauen kann.
Außerhalb des Mantels höre ich Gelächter.
Menschen reden miteinander und haben Spaß.
Ich will zu Ihnen gehören.
Ich will den Mantel ablegen, doch ist er zu schwer.
Ich schaffe es nicht allein.
Verzweifelt schreie ich um Hilfe.
Schreie mit allen Kräften, die ich noch habe.
Die Menschen lachen weiterhin und scheinen mich nicht zu hören.
Niemand eilt mir zu Hilfe.
Aber ich kann es ihnen nicht einmal verdenken.
Wie leicht könnten auch sie von dem Mantel verschlungen werden.
Ich beginne zu weinen.
Verzweifelt finde ich mich mit meiner Situation ab.
Niemals wieder werde ich Lachen können.
Da plötzlich erscheint eine Hand vor meinem Gesicht.
Ich klammere mich an Ihr fest.
Sie zieht mich hinaus ins Licht.
Endlich kann ich diese Dunkelheit verlassen.
Ich springe herum, lache und weine gleichzeitig.
Völliges Glück erfühlt mich.
Endlich bin ich dem dunklen Mantel entkommen.
Und das schaffte ich nur durch Deine Hilfe.
Ich danke Dir dafür.

© Cornelia Diedrichs

Mein Traum

Leise rauscht der Wind an meinem Fenster vorbei.
Meine Gedanken schweben hinfort zu entfernten Orten.
Ich gehe mit Dir durch einen Wald und nur das friedvolle Zwitschern der Vögel begleitet uns.
Wir halten uns an den Händen und fühlen wie unsere Liebe uns auf dem Weg leitet.
Wir vergessen alles um uns herum und sehen nur uns und fühlen unsere Liebe zueinander.
Es ist als wenn die Zeit stehen bleiben würde.
Plötzlich ertönt ein Klingeln und wirft mich zurück in mein Kämmerlein.
Ich spüre Traurigkeit darüber, dass mein Traum vorbei ist,
doch schon im nächsten Moment verfliegt sie, denn ich weiss mein Traum wird wahr.
Ich lege den Telefonhörer auf und kleide mich an,
denn Du kommst gleich herüber um mich zu einem Spaziergang durch den Wald abzuholen.

© Cornelia Diedrichs

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